Ein Reiter der deutschen Schutztruppe.
Denkmal in Windhoek.
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Nach Jahrhunderten Stammesgeschichte begann mit der Christianisierung der europäische
Einfluss in Afrika und setzte sich mit der Kolonialisierung fort. Namibia wurde 1884
deutsche Kolonie unter dem Namen Deutsch-Südwest-Afrika, die Kaiserliche Schutztruppe musste sich mit den Stämmen auseinandersetzen
und 1904 kam es zum Hereroaufstand. Die besiegten Herero flohen in die Wüsten und
verhungerten massenweise. Mit dem Ende des ersten Weltkrieges bekam Südafrika die Mandatsherrschaft.
Bis in die sechziger Jahre war das Land Teil Südafrikas, dann kämpfte die SWAPO
unter dem späteren Staatspräsidenten Sam Nujoma um die Unabhängigkeit, die erst 1990
erreicht wurde.Aus South-West-Africa wurde Namibia. Sam Nujoma wurde bei den diesjährigen
Wahlen abgelöst von Hifikepunje Pohamba. Die Spuren der deutschen Kolonialherrschaft findet man heute noch in den
Städten
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Namibia, ungefähr zweimal so groß wie Deutschland, hat nur 2 Mio. Einwohner.
Es ist eins der bevölkerungsärmsten Länder der Erde.
Das von Wüsten und vegetationsarmen Gebirgen geprägte Land bietet kaum Möglichkeit zum Ackerbau,
auf den Farmen wird mit Rindern und Schafen Weidewirtschaft betrieben. Ausser dem Oranje im Süden an der
Grenze nach Südafrika sowie dem Kunene und dem Okawango im Osten und im Norden den Zambesi gibt es keine ganzjährig wasserführenden Flüsse. Die
sogenannten Riviere siehe Fish-River-Canyon
sind die meiste Zeit ausgetrocknet. Natürliche Seen gibt es kaum, nur einige Stauseen wie den Hardap-Damm
und den Naute-Damm im südlichen Landesteil.
Die von Touristen so bewunderte Berg- und Wüstenwelt ist für Investitionen der Einheimischen
ein schwer zu bewältigendes Problem.
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Berge, Wüste und Steppengras.
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Katutura, Schwarzenviertel in Windhoek.
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Nur ca. 6% der namibischen Bevölkerung sind Weiße und Mischlinge, die anderen gehören
schwarzen Stämmen an wie Herero, Ovambo, Nama, San u.a. Trotzdem befinden sich die meisten Farmen noch in weißer
Hand und tragen ihren Teil zum Bruttosozialprodukt bei. Die schwarzen Farmer betreiben
durchweg Subsistenzwirtschaft, d.h., sie sind Selbstversorger und nicht auf Verkauf eingestellt.
Die Arbeitslosigkeit ist höher als in Deutschland. Zugang zu sauberem Trinkwasser ist
in den Städten überall vorhanden. Dort lebt auch der Großteil der Bevölkerung.
Ausserhalb der Städte findet man Farmen mit riesigen Ländereien und einem kleinen Wohntrakt, sonst ist das Land unbewohnt.
Neben den Amtssprachen Englisch und Africaans sowie den Stammessprachen wird noch oft
Deutsch gesprochen. Anders als in Südafrika sind die Probleme zwischen Schwarz und Weiß weitgehend
gelöst. Die schwarze Regierung hat den Schwarzen in den ehemaligen Homelands schmucke
Hütten gebaut, sie müssen aber nicht mehr separat dort leben, auch wenn die meisten es noch tun.
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Namibia ist ein zivilisiertes Land mit einem funktionierenden Schulsystem, gepflegten Städten,
guten Restaurants, Hotels und Lodges, mit gut ausgebauten geteerten Durchgangsstraßen und
gut befahrbaren Schotterstraßen
quer durch das ganze Land. Im Norden, dem Gebiet der Himba, soll es allerdings
anders sein, wir sind dort nicht gewesen.
Haupteinnahmequelle des Landes sind Diamanten, Kupfer, Erz und andere Bodenschätze, und
natürlich der Tourismus. Ballonsafaris, Jagdsafaris, Wüstenritte - alles ist
dort zu haben für den, der das nötige Kleingeld mitbringt.
Das typisch afrikanische Flair, wie wir es aus Ostafrika kennen, findet man hier
so wenig wie in Südafrika.
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Landstraße in der Kalahari.
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